Presse

Alexander Jungkunz ( Chefredakteur) interviewt Hilde Pohl (Pianistin) in der NN:

Liebe Hilde, wir kennen uns seit langem – daher das „Du“: Wir treffen uns zum Talk in einer Kirche. Wie ist Dein Verhältnis zur Kirche?

Wenn du mich so fragst, denk ich an „Kirche“ als Ort. Und so richtig vertraut wurde mir der „Ort Kirche“, als ich anfing, Kirchenorgel zu spielen. Im Sommer hat es Spaß gemacht, in die kühle Kirche zu gehen, um zu üben. Unsere nach dem Krieg neu erbaute katholische Kirche in einem Stuttgarter Vorort hatte eine sehr gut sortierte Orgel. Und ich hatte große Lust, dieses Instrument zu bedienen. Klavier spielte ich schon lange, und es fiel mir leicht, auch die Füße zu spielen. Aber im Winter: was habe ich gefroren an den kalten Tasten! Es gab eine kleine Unterbankheizung, ansonsten war es eisig. Und ich spielte schnell alles durch, um wieder rauszukommen. Ich habe in meinem Leben in so vielen Kirchen schon georgelt – und immer so eine Art „Heimat“ Gefühl dann gehabt. Weil die Musik in einer Kirche immer so mächtig und ergreifend ist.

Musik ist immer mit Emotion verbunden – wie sehr prägt sie Dein Leben als professionelle Musikerin? Gibt es da überhaupt Musik- und Emotions-Pausen?

Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich Musik zwar mit den Händen spiele, aber mit dem ganzen Körper empfinde. Also Emotion ja, aber, je länger man spielt, desto besser steuerbar. Aber klar sind Musiker meistens emotionale Menschen. Das ist beim Spielen ja das, was beim Publikum auch in den Herzen ankommt. Technik, also das Handwerk, ist die Voraussetzung, aber die Gefühle, die durch die Musik ja immer erweckt werden sollen und müssen, sind die Leidenschaft des Musikers, die übertragen wird. Musikpausen sind nur außen, in mir singt immer irgendeine Melodie herum, ich höre was und es verfolgt mich.Das ist oft anstrengend, weil ich da immer, echt immer, mitdenke: was passiert da harmonisch etc….Manchmal denke ich: Mein Kopf ist voller Melodien, Rhythmen, Gefühle,- passt da sonst noch was rein?

Da wurden Dein Hobby und Deine Leidenschaft zum Beruf – eigentlich wunderbar. Ist es dann eine Belastung, wenn man deshalb, wie Du sagst, immer an oder in Musik denkt?

Ich bin einfach dankbar, dass ich mich jeden Tag mit Musik beschäftigen kann, jeden Tag dazulerne, jeden Tag diese schwarz-weißen Tastaturen vor mir habe: ein eigener Kosmos mit absolut unbegrenzten Möglichkeiten. Ich darf kreativ sein, und meine Freude ist ungebrochen. Ein Leben ohne Musik? Undenkbar. Das Einzige, an das man nicht denkt, wenn man Musiker wird: Mehr als zwei Wochen ohne Instrument geht nicht. Die Finger müssen immer geschmeidig und in Bewegung gehalten werden. Wer rastet, der rostet. Aber das ist ja eher positiv: So hält Musik machen den Körper jung! Na, und den Kopf erst recht!

 

BR24/ Kulturnachrichten: Neue CD SWING ME AMADEUS  8.10.2021

„40 Ways to leave yout lover“ hieß einst ein Hit von Simon & Garfunkel. „40 Ways to Play Mozart“ hat das Hildegard Pohl Trio eines der 10 Stücke auf ihrem aktuellen Album genannt, bei dem Motive aus Mozarts Sinfonie in g-Moll, Köchelverzeichnis 550, durch so ziemlich alle Jazzspielarten gejagt werden, die es gibt. Jazz, Klassik und – ja: auch Pop! – sind hier die Referenzen, etwa wenn in „Mozarts großer Nachtmusik“ der große Wolfgang Amadeus auf die Beatles trifft. Frank Zappas Frage „Does Humor Belong to Music?“ – also: „Gehört Humor in die Musik?“ wird hier mit einem klaren Ja beantwortet. Wobei dieser Humor nie despektierlich ist. Im Gegenteil. Mozarts Melodien hören sich in all den vielen Variationen phantastisch an, und dass ihm ab und zu ein Popsong zur Seite gestellt wird, ist nur folgerichtig. War Wolfgang Amadeus Mozart zu seiner Zeit nicht auch ein Popstar? „Swing Me Amadeus!“ wird so zu einer Virtuosen und sehr vergnüglichen Hommage an einen unser größten Komponisten.

Bernhard Jugel / BR München

 

Nürnberger Nachrichten Dezember 2020 : Interview mit Anette Röckl NN Reporterin

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Swing Christmas Swing begeisterte auf Burg Rabenstein. 12.12.2019
Von Thomas Weichert
AHORNTAL
Weihnachtslieder einmal ganz anders. Oder Klassik trifft Jazz. Das erlebten die rund 80 völlig begeisterten Gäste im prunkvollen Renaissancesaal der Burg Rabenstein beim weihnachtlichen Konzert des Hildegard Pohl Trios und belohnten die drei Ausnahmemusiker Hildegard Pohl, Yogo Pausch und Norbert Meyer-Venus am Schluss mit kaum enden wollendem Applaus. Ohne mehrere Zugaben wurde das Musiktrio nicht entlassen.
Erst kürzlich erhielt die Nürnberger Jazzpianistin Hildegard Pohl den Wolfram von Eschenbach-Kulturpreis des Bezirks Mittelfranken. Mit 15000 ist dieser Preis der höchst dotierte Kulturpreis in Süddeutschland mit dem nur Künstler für ihr jahrelanges Engagement und Wirken ausgezeichnet werden. Vor über 30 Jahren gründete Hildegard Pohl das Hildegard Pohl Trio das bereits Stammgast auf Burg Rabenstein ist. Yogo Pausch ist nicht nur ein Schlagzeuger par excellence sondern ein Tonkünstler der sogar mit Kamelglocken oder seinem Weihnachtsbaum Musik machen kann und das Meer rauschen lässt. Und wenn dann noch Hildegard Pohl am Klavier sitzt und Norbert Meyer-Venus seinen Kontrabass zupft swingt sogar das Lametta am Weihnachtsbaum der auf der Bühne bei einem Weihnachtskonzert natürlich ebenso wenig fehlen darf wie die entsprechende Verkleidung der Musiker als Nikoläuse. Das Trio aus Nürnberg hat im Laufe von drei Jahrzehnten seinen eigenen swingenden Sound im Crossover von Klassik und Jazz entwickelt. So ist es kein Wunder das sich der Zuhörer mit einem Ohr im Jazzclub, mit dem anderen im Konzertsaal wähnt. Hildegard Pohl ist aber viel mehr als nur eine der besten Pianistinnen weltweit. Die studierte Musikerin ist auch Entertainerin und Improvisationskünstlerin aller erster Sahne. Ob Altmeister Johann Sebastian Bach oder der erst kürzlich verstorbene französische Pianist, Komponist und Arrangeur Jaques Loussier – Hildegard Pohl hat sie alle drauf und es gibt wohl kein Lied am Klavier das sie nicht aus dem Stehgreif spielen kann. Jazz meets Klassik , und in allem ist Swing, das ist das Markenzeichen von Hildegard Pohl und ihrem Trio. Und am Ende swingt der ganze Saal mit.

Beitrag für Kulturnachrichten (exklusiv)                   26.3.2019

CD-Tipp & Konzert-Tipp

HILDEGARD POHL TRIO: A Night with Gershwin

 Die Wahl-Nürnbergerin Hildegard Pohl (sie stammt aus Stuttgart) und ihr Trio haben sich mit swingenden Klassikbearbeitungen von Bach, Tschaikowsky und Beethoven einen Namen gemacht. Jetzt lädt Hildegard Pohl ein zu „A Night With Gershwin“ – und schafft es wieder einmal, bekannten Kompositionen überraschende Facetten abzugewinnen.  Natürlich hat Hildegard Pohl auf dem Gershwin-Album ihres Trios auch dessen Gassenhauer im Programm: „I Got Rhythm“, „Summertime“, „Swanee“ oder die „Rhapsody in Blue“. Aber: sie liebt irreführende Einleitungen, ungewöhnliche Arrangements, überraschende Stimmungswechsel. Wer bei Gershwin leichte Kost erwartet, bekommt vorgeführt, wie anspruchsvoll der New Yorker komponiert hat, darf aber zwischendurch immer wieder in süffigen Melodien schwelgen. Das Hildegard Pohl Trio hat alles, was für ein anspruchsvollen Gershwin-Programm nötig ist – stupende Musikalität, unglaubliches Rhythmusgefühl und die Gabe, auch für bekannte Stücke eine originelle Klangarchitektur zu entwickeln. Schlagwerker Yogo Pausch und Bassist Norbert Meyer-Venus sind dabei gleichberechtigte Partner ihrer Bandleaderin. „A Night with Gershwin“, erschienen beim Label media arte, ist ein hochmusikalisches Hörvergnügen, dass auch Gershwin-Ignoranten zu Fans machen dürfte.

Die CD-Präsentation „A Night with Gershwin“ am 30.März in Nürnberg im Hubertussaal  ausverkauft. Für das Folgekonzert des Hildegard Pohl Trios am 10.Mai – ebenfalls im Nürnberger Hubertussaal – gibt es noch Karten.

 

CD-Tipp / Konzert-Tipp / Bayern 5 Kultur

HildegardPohl_Trio: Swing van Beethoven    

Die Wahl Nürnbergerin Hildegard Pohl (sie stammt aus Stuttgart) ist eine Grenzgängerin zwischen klassischer Musik und swingendem Jazz. Nach den Alben „Swing it, Mr. Bach!“ und „Swing it, Mr. Tschaikowsky!“ hat sie jetzt mit ihrem HildegardPohl_Trio einer weiteren Klassik-Ikone ihre Reverenz erwiesen – mit dem neuen Album „Swing van Beethoven“.

Das HildegardPohl_Trio ist nicht die erste Combo, die Werke eines klassischen Komponisten als Ausgangspunkt für jazzige Improvisationen nutzt. Aber im Gegensatz zu den eher gefälligen Huldigungen ein es Jaques Loussier nehmen die Nürnberger weder sich selbst noch ihre klassischen vorlagen allzu ernst, kombinieren Ludwig van Beethovens Kompositionen ohne Scheu mit Blues und Brecht/Weill-Songs oder lassen gar Ludwigs Gassenhauer „Für Elise“ auf Duke Ellingtons „A Night In Tunisia“ treffen.

Norbert Meyer-Venus am Bass, Yogo Pausch am Schlagzeug und Hildegard Pohl am Flügel brennen auf ihrem neuen Album ein Feuerwerk musikalischer Ideen ab. Ständig wechselt die Anmutung: klassisches Pathos, lässiger Swing, erdiger Blues, orientalischer Groove gehen ineinander über. Mit „Swing van Beethoven“, seiner morgen bei media-arte erscheinenden CD, ist das HildegardPohl_Trio im Olymp des Klassik-Jazz angelangt.

NN 13.3.18 Kultur

hildepohltrio

Neumarkt jazzt…………..Beim Jazzweekend im Residenz-Keller gastieren internationale Stars wie Hilde Pohl sowie regionale Größen oder Solisten der Musikhochschule Nürnberg.Das Jazz-Wochenende startet am Freitag, 20. Oktober, um 20 Uhr mit einem Hildegard-Knef-Abend: Mit Hildegard Pohl an der Spitze, legt das Hildegard-Pohl-Trio aus Nürnberg die Songs der großen deutschen Film- und Chanson-Diva Hildegard Knef – unter anderem „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ – neu auf, würzt sie mit vielen bunten Jazzfarben und „spielt“ im wahrsten Sinne des Wortes damit. Hilde Pohl wird von Yogo Pausch am Schlagzeug und Norbert Meyer-Venus am Bass begleitet.

NEUBURG a.d.Donau       70 Jahre Barockfestival  / Jubiläumskonzerte

Augsburger Allgemeine 8.10.2017
Das hätte dem großen Johann Sebastian Bach gefallen
Das Hildegard Pohl Trio begeistert im Birdland Jazzclub mit „Swing it, Mr. Bach!“. Von Peter Abspacher

Vollblut-Jazzer und Bach-Versteher waren am Freitag im Birdland zu Gast: Norbert Meyer-Venus (Bass), Hildegard Pohl (Piano) und Yogo Pausch (Schlagzeug).
Es ist zugespitzt formuliert, aber die Devise stimmt schon: Du kannst nicht Jazz spielen, ohne auch Bach zu spielen. In der Musik des großen Johann Sebastian ist, wenn man genau hineinhört, alles bereits angelegt: Swing, Drive, unbändige Fantasie und die Lust an der Improvisation genauso wie die Strenge von Kontrapunkt und Fuge. 300 Jahre jung ist diese Tonsprache inzwischen und ihr inneres Feuer entzündet Künstler immer neu – ob sie sich nun in die historische Aufführungspraxis vertiefen oder ein wenig lockerer mit dieser Fülle musikalischer Steilvorlagen umgehen.

Das Hildegard Pohl Trio aus Nürnberg ging im Birdland Jazzclub sehr frei und beschwingt, zugleich aber respektvoll und manchmal sogar mit Ehrfurcht (wenn man dieses schöne alte Wort verwenden will) ans Werk. Die drei Künstler Yogo Pausch (Schlagzeug), Norbert Meyer-Venus (Bass) und Hildegard Pohl (Piano) haben eine profunde klassische Ausbildung am Meistersinger-Konservatorium genossen, sie kennen ihren Bach also genau. Auf dieser Basis verwandelt sich der Großmeister des Barock in einen faszinierenden „Mr. Bach“, der swingt, der groovt und der das Publikum mitreißt.Dieser Sound im Jazzkeller hätte wohl auch Johann Sebastian gefallen, wenn er incognito in der Neuburger Altstadt hätte vorbeischauen können. Denn das Hildegard Pohl Trio lieferte eine moderne Hommage auf den alten Bach ab, locker und ernsthaft zugleich, mit untadeliger technischer Perfektion. Große Musik auf der Grundlage großer Musik, keine Manier des allzu Modernen, keine aufgesetzten Effekte. Sondern Improvisationskunst mit hohem Anspruch an sich selbst.

Zum Beispiel das „Italienische Konzert“, das Hildegard Pohl und ihre Mitstreiter zu einem „Concerto Italiano Vero“ machen. Strahlend stellt Hildegard Pohl die ersten Akkorde in den Raum, man versenkt sich in diese oft gehörte Musik und schon beginnt eine Reise durch die Welt der Improvisation, der witzigen Verfremdung, der feinen Zitate etwa aus Vivaldis Jahreszeiten oder einer alten Canzone. Auf emotionale Passagen folgt die Leichtigkeit scheinbar simpler Tonfolgen, immer spannend und mit überraschenden Einfällen aller drei Instrumente.

Ein hinreißendes Erlebnis bot die „Swinging Toccata“, die puristische Fans dieses allzu bekannten Orgel-Werkes genauso begeistert wie jene, die es lieber in einer kräftig aufgenordeten, heißen Jazz-Variante haben. Vor allem Hildegard Pohl lässt ihrer Fantasie-Lust auf den Tasten freien Lauf, und Bass wie Schlagzeug stehen ihr nicht nach.

Was die Qualität dieses Trios ausmacht, wird in der Interpretation der berühmten Air und des Ave Maria besonders greifbar. Das ist nahe am Bach der Original-Instrumentierung, alle drei Jazzer sind sich bewusst, dass man diese Musik nicht zu freihändig verändern und umkrempeln sollte. So entsteht eine dichte Jazz-Art, die Swing und Drive elegant mit dem „klassischen“ Barock verschmilzt. Cross over, das heißt ja nicht, leichthin über Grenzen und Stile hinwegzuspringen. Gefragt ist vielmehr, sich beide Welten anzueignen, ihre Eigenheit zu verstehen und dann ein stimmiges, spannendes Drittes daraus zu erschaffen.

Diese musikalische Kreativität hat das Hildegard Pohl Trio beim Jazz-Event der Neuburger Barockkonzerte dem Publikum als Geschenk gemacht. Die Verbindung von Barock und Jazz, seit inzwischen 17 Jahren praktiziert, ist mit ein Grund dafür, dass die Konzertreihe auch im 70. Jahr alles andere als alt aussieht.

NEUBURG
erstellt am 08.10.2017 um 18:33 Uhr
Das HildegardPohl_Trio brillierte im Neuburger Birdland
Neuburg (DK) Sie kann ihre Füße nicht stillhalten. Mit ihren hohen Hacken tanzt sie im Takt der Musik, die ihre Hände erschaffen. Hildegard Pohls Finger wuseln über den Flügel. Der Tastenanschlag kräftig, aber nicht zu akkurat – gerade so, wie sie und ihre zwei Musikerkollegen Yogo Pausch und Norbert Meyer-Venus die Musik Johann Sebastian Bachs verstehen: nicht als Ideal, dem es hinterherzulaufen gilt, sondern als Inspiration. Mit Flügel, Bass und Schlagzeug haben die drei Künstler Bachs Werke als solche Inspiration mit in den Jazz genommen und am vergangenen Freitagabend im Rahmen der Neuburger Barockkonzerte mit ihrem Programm „Swing it, Mr. Bach!“ das Publikum mit ihrem Mut zu einem extravaganten Musikmenü begeistert.

Donauwörth. Bündnis für Familie 

2. Bündnisplenum # 29. Januar 2018 # Donauwörth

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Zeit für die „Wilde Hilde“

Einen furiosen Abschluss lieferte die „Wilde Hilde“. Hildegard Pohl, Frankens wilde Swingpianistin mitkabarettistischer Note hatte sich ihre eigenen Gedanken zu Zeitproblemen und zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gemacht. Herausgekommen ist ein witziges musikalisches Potpourri, dargeboten auf höchstem Niveau. Sogar ein eigenes Lied für unser Bündnis hatte Sie getextet. Verdienter, lang anhaltender Beifall!

 

Swing it Mr.Bach   in der Presse NN

Trio Bach

 

Greding 20.11.15

Die „wilde Hilde“ groß in Form
Frankens einzige Swing-Pianistin gab in Greding temperamentvolle Vorstellung – Hildegard Pohl bringt Schwung in Ihr Leben“, versprechen die Plakate, die auf die Veranstaltung im Gredinger Rathausfoyer hinweisen. Und in einem zweieinhalbstündigen Konzert macht die „Wilde Hilde“ ihrem Namen alle Ehre.Heute ist sie in Greding und reißt eins ums andere Mal die Zuhörer im vollbesetzten Saal zu begeistertem Applaus hin. 

Schon zu Beginn: Anhaltender Applaus empfängt die Künstlerin. „Das ist ein guter Anfang“, stellt sie fest, streift das lange blonde Haar zurück und greift voll in die Tasten ihres E-Pianos, um Mozarts türkischen Marsch, den Säbeltanz von Khatschaturian und Tschaikowskys Klavierkonzert in b-Moll in freier Improvisation swingend zu interpretieren. „Verstehen mich alle, auch wenn ich nicht Ihren seltsamen Dialekt spreche?“, fragt sie in die Runde, denn sie ist eine gebürtige Stuttgarterin, die es nach Nürnberg verschlagen hat, um dort am Konservatorium klassische Musik zu studieren…………………

…..Zettel mit Musikwünschen der Zuhörer waren vorher eingesammelt worden. Acht werden gezogen. Aus dem Stegreif vollbringt Hilde Pohl die nächste Meisterleistung. In einem Potpourri erklingen 99 Luftballons, Der Fluch der Karibik, Bachs Toccata in d-Moll, Schuberts Forelle, The Winner takes it all und das Wolgalied. Tosender Applaus für ihr Können ist ihr sicher.

 

Herzogenaurach 10.1.2016

Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) die Frauenorganisation der SPD hatte sich zu ihrem Neujahrsempfang mit der „wilden Hilde“ eine Ausnahmekünstlerin eingeladen. Frankens einzige „Swing-Pianistin“, eine Grenzgängerin zwischen Klassik und Jazz, ließ es dann im Saal des El Castaño dann auch so richtig krachen.

Ernste und leichte Töne beim Neujahrsempfang

ASF: Zweite Bürgermeisterin sprach über die Flüchtlingssituation — Hildegard Pohl begeisterte mit Musik………………………………………………………………………….

Dann übernahm die „wilde Hilde“ das Kommando. Hildegard Pohl, Frankens einzige Swingpianistin, eroberte im Handumdrehen das Publikum. Da brauchte es gar nicht ihre Aufforderung: „Seien Sie locker, und entspannen Sie sich.“ Kraftvoll griff sie in die Tasten und gab als Auftakt schon einmal eine Kostprobe ihrer Virtuosität.

Klassik, Jazz, Pop — eine Koexistenz aller Musikgenres vereinigte sie zu einem gelungenen neuen Sound. Eine Improvisationskünstlerin, die nicht nur mit ihrem Können als Konzertpianistin, sondern auch mit ihren ungewöhnlichen Einfallen die Zuhörer begeisterte.
Da war sie etwa bereit, einem Gast Klavierunterricht zu erteilen und — welch ein Zufall! – die Wahl fiel auf einen Mann mit roter Krawatte. Vierhändig durfte Bürgermeister German Hacker mit Hilde Pohl den neu kreierten „Herzogenauracher Rock‘n‘Roll“ anstimmen. Begeisterungsstürme löste diese Welturaufführung aus.
Die Forderungen der SPD-Frauen würdigte sie in einem extra für diesen Auftritt getexteten ASF-Song. Im Stil von Hildegard Knef bekräftigte sie ihr Statement: „Ich brech’ mit jeder alten Tradition, ich hol’ den Mann von seinem Thron.“
Der frechen „wilden Hilde“ hätten die Zuhörer sicher gerne noch länger gelauscht, aber sie beendete den Neujahrsempfang mit einem Potpourri aus sieben gewünschten Liedern. Mühelos vereinigte sie dabei den Bolero von Ravel mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Yesterday“ von den Beatles zur „Herzogenauracher Hymne“.
Ihre Zugabe „Man nennt mich die wilde Hilde“ entließ ein bes(ch)wingtes, begeistertes Publikum ins neue Jahr.
MARGOT JANSEN

Coburg  7.12.2015

Feurig swingende Weihnachtsweisen

Das Hildegard-Pohl-Trio bereitet dem Publikum im Versicherungsverein ein jazziges Vergnügen. Der Bogen der Improvisa- tionen spannt sich von Bach bis zum „Stille- Nacht“-Blues.

Von Dr. Peter Müller

Coburg – Das hätte sich die Konzertpianistin Hildegard Pohl auch nicht träumen lassen, dass sie bei ihrer Versicherung in der HUK-Coburg-Stadt einmal ein Jazzkonzert spielen wird. Umso erfreuter waren sie und ihre Freunde am Montagabend bei dem altehrwürdigen Versicherungsverein, dass es in Coburg auch Kultur gibt und Freunde ihrer hohen Kunst, des kreativen Jazz.

Die Pianistin hat mit Norbert Meyer-Venuss am Kontrabass einen einmaligen Solisten an ihrer Seite, der das Pizzicato des Zupfbasses zum me- lodischen Erlebnis macht. Und ihr Lieblingsschlagzeuger Yogo Pausch setzt dazu mit seiner fein gepflegten Schlagmaschine noch einen drauf. Sein Schlagzeug kann nicht nur wie ein Fahrrad klingeln, wenn er pfeift oder trötet wie ein Spitz- beziehungs- weise Breitmaulfrosch, sondern es kann wie der Bass rhythmisch die Melodie mitsingen. Ein irrer Typ, dem die Genialität der Rhythmen aus den Schlagstöcken sprießt. Zu- dem hat er Perkussionszubehör wie nachwachsende Rohstoffe bei sich, sodass es ihm nicht schwer fällt, den Song „Der Kameltreiber hat an Weihnachten Geburtstag“ nach der Melodie „Schneeflöckchen“ zusammen mit „Happy Birthday“ zu demonstrieren.

Die „Wilde Hilde“ ist als Grenzgängerin zwischen klassischer Musik und swingendem Jazz, besonders in der Ineinander-Verwebung beider Stilrichtungen, der innovative Kopf ihres seit 2001 fest verwachsenen Trios. Die drei Künstler entwickelten zusammen ihren typischen Sound von swingender klassischer Musik, sodass sich beide Gefährten Hildes auf jede spontane Idee immer schon innerlich eingestellt haben, jede Verzierungen ihrer freien Improvisationen sofort und punktgenau exakt melodisch und rhythmisch mit vollziehen. Wie ein lebendiger musikalischer Organismus aus drei autonomen Organen.

Mit ihren Crossover-Improvisationen beweist die klassische Konzertpianistin, dass sie die Kunst des frei- en Spiels beherrscht und die Gabe besitzt, musikalische Themen intellektuell fortzuschreiben. So scheint in ihrer Bachinterpretation – als „Tannenbaum Toccata“ oder „Il Badinero“ als Bossa Bach – Jacques Loussier neue Wege zu gehen. Hildegard Pohl lebt Jazz, vergräbt sich in die einzelnen Klänge ihres Pianos und tankt Rhythmus, der ihren Puls bestimmt. Die Pianistin und ihre zwei Begleiter sorgten vor vollem Haus für ein höchstes swingendes Vergnügen und ein begeistertes Publikum.

Es war spürbar, wie die Vereinsbesucher auftauten. Wer möchte nicht selbst einmal so gekonnt und frei die Melodie des „Nussknacker Marsches“ von Peter Tschaikowsky verjazzt singen oder pfeifen. Das Hildegard-Pohl-Trio erfüllte diese Wünsche in mitreißender Perfektion und Laune. Ob „Santa Claus is coming to town“ oder Beethovens „Wut über den verlorenen Groschen“ – in Jazz swingt jede Melodie gleich viel freier; und wenn dann noch Yogo an seinem Schlagzeug in Beethoven’sche Rage kommt, dann. . ……

Und die Wege haben die Komponisten selbst bereitet, wie Astor Piazzollas „Tango für Elise“ nach Ludwig van Beethoven zeigt, oder der „Tannenbaumtango“ mit historischen Variationen a là Mozart, Brahms bis Schoenberg und Rolling Stones. Das Trio kann auch besinnlich und bewies das in „Irish dreams“ nach der Hymne „Danny Boy“, in dem nach Rio verlegten „Leise bossart der Schnee“ oder dem herausragend ge- spielten „Jazz Waltz“ von Dmitri Schostakowitsch.

Ihrem Markenzeichen, bei Spontan-Improvisationen auf musikalische Wünsche des Publikums einzu- gehen und quer durch die Musikgenres miteinander zu verbinden, ist Hildegard Pohl auch in Coburg ge- recht geworden. Nach diesem heißen Weihnachts-Wunschkonzert, von „Ave Maria“ über „What a Won- derful World“ bis „Let it be“, blieb zum Finale nur noch der Blues, der „Stille-Nacht“-Blues.

Berlin 27.3.2013

Oxfam-Song

„Paillettentops, Strumpfhosenhalter, Schnupftabak, Kaffee, Andenken aus dem Urlaub, die doppelte CD, auch falsch geschenkte Bücher kann ein jeder gern entbehrn, und alles, was du nicht brauchst, kaufen andre richtig gern.“ So heißt es im Oxfam-Song, den Hildegard Pohl komponiert und getextet hat. Die Musikerin, unter dem Namen „Wilde Hilde“ Nürnbergs bekannteste Konzertpianistin und Sängerin, tritt seit vielen Jahren bei Shop-Eröffnungen und -Jubiläen auf.

Frau Pohl, was begeistert Sie an den Oxfam Shops?

Das ehrenamtliche Team, das dahinter steht. Da ist so eine Flut von Wärme und Zusammenhalt. Das finde ich sehr schön. Ich habe hier unglaublich aufgeschlossene Menschen kennen gelernt, die offene Ohren haben für das Leid anderer, aber auch für das Gute. Die sich einbringen. Wenn eine Idee von so tollen Menschen getragen wird, dann macht Oxfam etwas richtig.

Wie sind Sie auf die Shops aufmerksam geworden?

Dank des Schulbuchs meiner Kinder: Da war eine Seite drin über London – mit dem Liedtext von „Streets of London“. Daneben wurden die Shops beschrieben und ihr Konzept. Ich war gleich begeistert von der Idee. Als ich angefragt wurde, im Nürnberger Shop aufzutreten, habe ich mich gefreut, dass es die Geschäfte auch in Deutschland gibt.

Haben Sie dort schon mal etwas gekauft – z.B. das besungene Paillettentop?

Ja natürlich. Ich animiere meine ganze Umgebung ständig, zu Oxfam zu gehen. Meine Tochter ist Stammkundin. Ich selbst habe schon so manches Glitzerteil gefunden: Alles was auf der Bühne an mir glitzert, könnte von Oxfam sein. Ich bin noch auf der Suche nach einer grünen Lederhose. Darin wäre ich eine gute Oxfam-Botschafterin.

Was hat Sie zum Oxfam-Song inspiriert?

Da brauchte es nicht viel Inspiration. Ich ging in den Laden und schon war das ganze Lied da. Das floss aus der Feder……

 

Referenzen

ARD Studio Frankfurt / Bayerisches Fernsehen / Schloss Nymphenburg-Staatsempfang/ Barock-Festival Neubrg-Donau/ GFK-Schweiz/ Sozialministerium München/FAUniversität Erlangen-Nürnberg/Les Sables d`Olonnes / Kammerbühne München / Dehnberger Hoftheater  / Gostnerhoftheater /  Tassilo Theater / Tiffany / Porsche / Audi / Bayerischer Landtag München / Burg Rabenstein / Kulturtage Eggenfelden / Hannover Bühne / Messe Frankfurt / Cebit Hannover / MS Europa / DATev / Kursaal Baden-Baden / Basel-Messe / Alfalaval / Cartier /Zürich / Venedig Biennale / Siemens/ Kopenhagen / Jazzstudio Nürnberg / Tafelhalle / Stummfilmfestival Weilheim /University of the Street New York /Hamburg Maritim/ Stadthalle Braunschweig/ Wiesbaden/Oxfam Berlin-Frankfurt/Eröffnung Osnabrück/…….………………………………………